Endlich einmal gute Nachrichten für die Eishockey-Nationalmannschaft. Marcel Goc verstärkt das DEB-Team bei der anstehenden WM.

NHL-Profi Marcel Goc hat heute seine Teilnahme an der Eishockey-Weltmeisterschaft in Finnland und Schweden zugesagt. Goc wird Mitte nächster Woche zum Team stoßen. Zuletzt war Marcel Goc 2010 bei der Heim-WM im Trikot der Nationalmannschaft zu sehen.

Marcel Goc hat in dieser Saison für die Florida Panthers gespielt, scheiterte aber in der ersten Play-off-Runde knapp in sieben Spielen mit seinem Team an den New Jersey Devils. Goc hat bislang 496 NHL-Spiele bestritten und dabei 57 Tore erzielt und 92 Treffer vorbereitet.

Nun hat es nach Thomas Greiss und Dennis Seidenberg gestern Abend auch Marcel Goc und Marco Sturm erwischt: Im entscheidenden Spiel Sieben gegen die New Jersey Devils mussten sich die Florida Panthers nach zweimaliger Verlängerung mit 2:3 geschlagen geben und dürfen den Rest der Play-offs nur noch als Zuschauer verfolgen. Eine späte Aufholjagd der Panthers wurde dabei nicht belohnt.

Bereits nach 90 Sekunden gingen die Gäste aus New Jersey durch das erste Play-off-Tor von Adam Henrique in Führung. Stephen Gionta legte im zweiten Spielabschnitt, in den von der Offensive der Gastgeber fast nichts ausging, nach und erhöhte auf 2:0 zu Gunsten der Devils. Dann ging es in den Schlussabschnitt, in welchem Stephen Weiss mit einem Überzahltreffer den Anschluss markierte und so die, von den Panthers bereits bekannte, Aufholjagd startete. Nur wenige Minuten vor Schluss kamen die Gastgeber erneut in Überzahl zum Ausgleich. Dabei reagierte Marcel Goc am schnellsten. Nachdem Brodeur im Gehäuse der Devils einen Schuss von Bergenheim zur Seite abwehren konnte, hatte er dem Nachschuss Gocs nichts mehr entgegenzusetzen.

Da sich weder Theodore, noch Brodeur überwinden ließen, musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen. In der 84. Spielminute kostete den Panthers ein Scheibenverlust in der eigenen Zone dann das Spiel. Henrique, der den Abend mit seinem Treffer zum 1:0 eröffnet hatte, legte sich geschickt mit dem Schlittschuh den Puck vor und zog mit einem Handgelenkschuss an Theodore vorbei zum 3:2 für die Devils. Damit haben sich die letzten beiden deutschen Akteure aus dem Rennen um den Stanley Cup verabschiedet. Ob Marcel Goc für die bevorstehende WM die deutsche Nationalmannschaft verstärken wird, bleibt abzuwarten. Marco Sturm hatte bereits vor einiger Zeit seinen Rücktritt bekannt gegeben.

Im zweiten Spiel des Abends setzten sich die New York Rangers mit einem knappen 2:1 gegen die Ottawa Senators durch und stehen durch das 4:3 in der Serie im Conference-Halbfinale, in dem sie auf die Washington Capitals treffen werden.

Große Abschlussfeier am Mittwoch

24. April 2012

Nach dem dramatischen und für die Adler bitteren Ende der Saison 2011/12 am heutigen Abend wollen wir trotzdem am Mittwoch, 25.4.2012, feiern. Denn die Saison 2011/12 war trotz der Finalniederlage eine großartige Spielzeit. Viele tolle Heimspiele schon in der Vorrunde, klasse Playoffs und eine rundum positive Stimmung während der gesamten Saison lassen uns optimistisch in die Zukunft schauen. Und diese Zukunft beginnt schon heute, denn wir werden alles dafür tun, auch nächstes Jahr wieder anzugreifen.

Doch ehe es soweit ist, wollen wir gemeinsam mit unseren Fans, Partnern und Freunden auf eine gelungene Saison anstoßen und uns bei allen, die dazu beigetragen haben, dass 2011/12 unvergessen bleibt, bedanken.

Um 16.00 Uhr wird das Team der Adler und die Mannschaft von Harold Kreis im Mannheimer Rathaus vom Oberbürgermeister empfangen und für eine hervorragende Spielzeit geehrt. Im Anschluss werden wir in die SAP Arena kommen und dort zusammen feiern.

Die Arena öffnet um 18.00 Uhr ihre Pforten, das offizielle Programm beginnt dann um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist natürlich frei. Auch frei sind die Parkplätze P1- P3 und P6-P8, unser Dank gilt hier den Mannheimer Parkhausbetrieben.

Die anreisenden Fans können für die Adler-Feier auch alle Busse, Straßenbahnen und freigegebenen Züge (DB: RE, RB und S-Bahnen jeweils in der 2. Klasse) im Verkehrsverbund Rhein-Neckar ohne Fahrschein frei nutzen. Fahrtberechtigt sind alle Fans, die Fan-Bekleidung wie Trikot oder Schal vorweisen können.

Danke möchten wir an dieser Stelle auch unserem Hauptsponsor, der MVV Energie, sagen. Denn mit 2.000 Litern Freigetränken bedankt sich auch unser Partner bei allen Fans für die prima Unterstützung während der gesamten Saison. Sowohl in der Arena als auch ab 17.00 Uhr im Außenbereich können die Fans die Getränke ordern. Sobald alles ausgeschenkt ist, gelten wieder die regulären Preise.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und hoffen trotz der Niederlage im letzten Spiel auf eine stimmungsvolle Feier, denn diese Mannschaft hat den Respekt aller Fans verdient.

Toronto Maple Leafs – Florida Panthers 3:5 (0:2; 1:1; 2:2)

Obwohl man die Rückkehr von Marcel Goc aufs Eis erst für Donnerstag in Betracht gezogen hatte stand der gebürtige Calwer bereits in der vergangenen Nacht gegen die Toronto Maple Leafs im Starting-Lineup der Panthers. Mit ihm durfte auch der von den New York Rangers gekommene Wojtek Wolski stürmen, Top-Scorer Kris Versteeg hingegen musste auf der Tribüne Platz nehmen. Bereits nach wenigen Sekunden trat der Pole erstmals in Erscheinung: Trotz verlorenem Bully übte der Stürmer früh Druck auf den Leafs-Verteidiger auf und zwang ihn sogar zum Scheibenverlust. Wolski behielt die Kontrolle, hatte das Auge für Goc, der nach 13 Sekunden mit seinem sechsten Saisontor für die Führung der Panthers sorgte. Gerade einmal zwei Minuten später war dann Mike Santorelli zur Stelle und sorgte für das 2:0 aus Sicht der Gäste. Erst nach rund 30 Minuten gelang den Kanadiern durch Phil Kessel in Überzahl das erste Tor. Doch wieder fand Florida in Form von Santorelli die passende Antwort, denn nur wenige Minuten später durften die Gäste in Überzahl agieren. Davon profitierte dann eben Santorelli und markeirte mit dem Treffer zum 3:1 seinen Doppelpack. Ab da ließen die Panthers sich den Sieg nicht mehr nehmen. Zwar kam Toronto im Schlußabschnitt durch die Tore von Kulemin und Lupul immer wieder zurück ins Spiel, doch Florida und so sorgten die Treffer durch Garrison und Weiss für den 5:3-Endstand. Marcel Goc kam bei knapp 15 Minuten Eiszeit auf einen Treffer und wurde mit einer +/–Statistik von +2 unter die Top Drei-Stars gewählt.
Quelle:www.hockeyweb.de

Florida Panthers – Vancouver Canucks 2:1 (0:1; 2:0; 0:0)

Da bei den Canucks Sami Salo verletzungsbedingt passen musste kam im Duell gegen Marcel Goc und die Florida Panthers Alexander Sulzer zum Einsatz. Salo musste am vergangenen Samstag einen harten Check von Bostons Brad Marchand einstecken und war zum Zeitpunkt der Partie nicht einsatzfähig. Marchands Check wurde mit einer Sperre von fünf Spielen bestraft. Es kam also zu einem deutschen Duell, denn auf Seiten der Panthers ist der gebürtige Clawer Marcel Goc wieder seit Kurzem auf den Eis und bestritt gegen Vancouver sein drittes Spiel in Folge und was für eins! Die Gäste gingen zwar bereits in der vierten Spielminute durch Dale Weise in Führung, allerdings schien Florida etwas benommen gewesen zu sein zu dem Zeitpunkt. Gerade einmal sechs Schüße gab man in den ersten 20 Minuten auf den Kasten von Luongo ab. Erst im zweiten Spielabschnitt schienen dann auch mal die Panthers mitmischen zu wollen und erkämpften sich eine optische Überlegenheit, die wenig später auch mit einem Tor-Erfolg belohnt werden sollte. Exakt fünf Minuten waren gespielt, da ließ Luongo einen Goc Schuß zur Seite hin abprallen wo allerdings Dmitry Kulikov schon bereit stand und zum Ausgleich einnetzen konnte. Doch mit einem 1:1 wollte man sich in Florida nicht zufrieden geben und setze noch einen drauf: In der zehnten Spielminute musste Tor-Schütze Dale Weise auf Grund von Hakens für zwei Minuten in die Kühlbox, die daraus resultierende Überzahlsituation nutzen die Panthers instinktiv. Erneut stand Marcel Goc im Mittelpunkt: Luongo gelang es nicht, einen Abpraller unter seiner Fanghand zu begraben und in einem wilden rumgestochere war es Goc, der das glückliche Händchen hatte und zur 2:1-Führung traf.

Quelle: www.hockeyweb.de

Nach dem Kraftakt gegen den ERC Ingolstadt am vergangenen Freitag starten die Adler im neuen Jahr gleich wieder mit einem Heimspiel. Zu Gast am Dienstag, 3. Januar, sind die Grizzly Adams Wolfsburg, die zwischen Weihnachten und Neujahr am traditionsreichen Spengler Cup in Davos teilgenommen haben. Für das Spiel gegen die Wolfsburger sind noch Tickets in allen Kategorien erhältlich.

Adler-Coach Harold Kreis kann beim Spiel gegen den amtierenden Vizemeister wieder auf einige Cracks zurückgreifen, die während der vergangenen Partien verletzungsbedingt pausieren mussten. So stehen Niki Goc und Frank Mauer ebenso wieder zur Verfügung wie Felix Brückmann. Damit fehlen den Adlern „nur“ noch Craig MacDonald und Shawn Belle.

Gegen die Grizzlys aus Wolfsburg haben die Adler nicht die allerbesten Erinnerungen, waren sie es doch, die dem Team von Harold Kreis am 30. Oktober die erste Heimniederlage der laufenden Saison beigebracht haben. Und dies trotz einer 3:0- bzw. 4:1-Führung der Adler zur Hälfte des Spiels. Für diese knappe Niederlage revanchierten sich die Adler dann allerdings vor einigen Wochen in Wolfsburg, als Ken Magowan im letzten Drittel den goldenen Treffer zum 1:0-Auswärtssieg erzielen konnte.

Ob die Wolfsburger der hohen Belastung beim Spengler Cup nun in der DEL Tribut zollen müssen, bleibt abzuwarten. Darauf verlassen wollen sich die Adler allerdings nicht, wollen den Schwung aus dem Ingolstadt-Spiel mitnehmen und einen weiteren Heimsieg einfahren. Im Tor wird auch am Dienstag Fred Brathwaite stehen, der sich seit Wochen in bestechender Form befindet.

Für alle, die das Spiel am Dienstag live sehen wollen, gibt es gute Nachrichten. Denn in allen Kategorien sind noch Tickets erhältlich. Und wenn das Spiel nur halb so unterhaltsam werden sollte wie die Partie gegen die Panther aus Ingolstadt, sollte jeder Fan live dabei sein am Dienstag um 19.30 Uhr.

www.adler-mannheim.de

“Goc ya” – titelt die NHL auf ihrer offiziellen Webseite die Highlight-Videos des gestrigen Spieltages.

Die Florida Panthers, seit diesem Sommer neuer Arbeitgeber des deutschen Nationalspielers Marcel Goc, mussten bei den Pittsburgh Penguins ran. Nach dem Auftaktsieg gegen die New York Islanders (2:0) also gleich ein dicker Brocken für die Panthers. Am Ende hieß es dann auch erwartungsgemäß 4:2 für den Favoriten, aber Marcel Goc schaffte es immerhin in die Videogalerie. Beim Stand von 2:0 für Pittsburgh traf er aus dem Slot nachdem Pens-Keeper Fleury einen Schuss von Jack Skille abwehrte. Mit enorm schneller Reaktion schoss Goc die Scheibe aus kurzer Distanz links unten an Fleury vorbei.
Quelle: www.hockeyweb.de

Hier findet ihr die aktuell Statistik von Sascha Goc.
Statistik

“Spielbericht”

Quelle: Homepage Adler Mannheim
Ich vermisse das deutsche Essen!

21. August 2011

NHL-Star Marcel Goc trainierte in den letzten beiden Wochen regelmäßig mit den Adlern, um sich auf die kommende Saison mit seinem neuen Team, den Florida Panthers, vorzubereiten. Auch in Mannheim hat der 27-Jährige bereits seine Spuren hinterlassen, denn von 2001 bis 2003 spielte der Stürmer im Trikot der Adler. Nun geht der größere Bruder von Adler-Verteidiger Niki Goc bereits in seine neunte Saison in Nordamerika und will mit seinen neuen Mannschaftskollegen eine erfolgreiche Saison absolvieren. Wir haben uns vor seiner Abreise nach Florida mit dem deutschen Nationalstürmer getroffen und uns mit ihm über das Training bei den Adlern, seine Ziele für die kommende Saison und Gewohnheiten, die er in den USA am meisten vermisst, unterhalten.

Marcel, Du trainierst hier seit zwei Wochen mit den Adlern. Wie fühlst Du Dich körperlich?

Eigentlich ganz gut. Natürlich braucht man seine Zeit, wenn man seit Langem wieder aufs Eis geht. Das ist immer eine Umstellung und ich muss mich dann erst wieder ans Schlittschuhlaufen, an den Umgang mit der Scheibe und die Ausrüstung gewöhnen. Aber nach ein paar Einheiten war ich dann doch schnell wieder drin.

Wie froh bist Du, Dass Du hier bei den Adlern mittrainieren konntest?

Das ist auf jeden Fall eine tolle Sache. Es ist gut, wenn ich mich bei einem professionellen DEL-Klub fit halten kann und sich so optimal auf die neue NHL-Spielzeit vorbereiten kann. Ich war ja schon letztes Jahr hier mit dabei und jetzt hat sich das erneut ergeben. Das hat für mich natürlich auch deswegen Sinn ergeben, da mein Bruder hier bei den Adlern unter Vertrag steht.

Du sagst es: Niki hat sich bei den Adlern inzwischen gut eingelebt. Was ist das für ein Gefühl mit seinem Bruder auf dem Eis zu stehen?

Das macht riesigen Spaß! Ich stand ja erst einmal gemeinsam mit ihm bei der Nationalmannschaft bei der WM 2010 auf dem Eis. Ich habe diese Wochen mit ihm hier in Mannheim sehr genossen. So oft sehen wir uns im Jahr leider nicht und wenn man dann natürlich noch zusammen trainieren kann, ist das eine tolle Sache. Schade, dass ich in diesem Jahr kein Vorbereitungsspiel von ihm sehen kann, weil ich dann schon wieder auf dem Weg in die USA bin.

Wie schätzt Du das neue Team der Adler ein? Immerhin hast Du die Jungs ja hautnah erlebt.

Die Mannschaft macht einen sehr guten Eindruck. Die neuen Jungs haben sich anscheinend gut integriert und das Zusammenspiel hat bei den ersten Spielen der European Trophy auch sehr gut geklappt. Das heißt natürlich noch nicht so viel, aber es zeigt dass man auf dem richtigen Weg ist. Ich finde, dass der Kader gut zusammengestellt ist, und Harold Kreis und Mike Schmidt bereiten das Team optimal auf die neue Saison vor. Außerdem ist auch die Stimmung in der Kabine zwischen den Spielern untereinander sehr gut.

Auch Du selbst hast hier in Mannheim von 2001 bis 2003 gespielt. Wie hast Du diese Zeit in Erinnerung?

Das war schon eine beeindruckende Zeit damals. Ich bin ja als junger Kerl aus Schwenningen gekommen und habe dann urplötzlich um die Meisterschaft mitgespielt. Das war viel mehr Druck und die Erwartungshaltung eine andere. Zunächst musste ich mich erst einmal darauf einstellen, aber dann war es richtig gut und hat Spaß gemacht. Ich habe ja noch im alten Friedrichspark gespielt. Aber wenn man die SAP ARENA sieht, dann ist das schon ein schönes Stadion und macht Mannheim zu einer Topadresse.

Das hört sich an, als könntest Du Dir durchaus vorstellen nach Deiner NHL-Zeit noch mal hier bei den Adlern zu spielen.

In den nächsten Jahren natürlich erst einmal nicht. Da will ich in der NHL weiterspielen und hoffe verletzungsfrei zu bleiben. Aber in Zukunft kann ich mir schon vorstellen nach Deutschland zurückzukehren und hier eventuell auch irgendwann meine Karriere zu beenden. Wo das sein wird, sehen wir dann.

Nun lass uns aber nicht zu weit in Zukunft schauen. Sportlich geht es für Dich nämlich schon im Oktober in der NHL weiter. Du bist vor dieser Spielzeit von Nashville zu den Florida Panthers gewechselt. Was erwartest Du Dir von Deinem neuen Team und der neuen Saison?

In Florida will man etwas für die Zukunft aufbauen und hat sich höhere Ziele gesetzt. Die letzten Jahre waren dort eher durchwachsen. Deshalb wurden zehn neue Spieler verpflichtet, von denen einige einen sehr guten Namen haben. Von daher erwarte ich mir einiges und es sollte viel mehr drin sein, als die Jahre zuvor. Deswegen kehre ich auch mit einem guten Gefühl in die USA zurück.

Schon seit 2003 spielst Du in Nordamerika. Damals konnte man die deutschen NHL- Spieler fast an einer Hand abzählen. Heute hat man das Gefühl, dass sich immer mehr deutsche Cracks in der NHL durchsetzen können. Mit Christian Ehrhoff und Dennis Seidenberg standen sogar zwei von ihnen im diesjährigen Stanley-Cup Finale. Wie findest Du diese Entwicklung?

Das ist eine sehr gute und wichtige Entwicklung für das deutsche Eishockey. Es ist sicherlich auch eine große Motivation für alle jungen Spieler, wenn es immer wieder drei oder vier Spieler in die NHL schaffen und sich dort festbeißen. Es hängt natürlich auch von mehreren Faktoren ab, ob man es schafft oder nicht. Aber man sollte den deutschen Spielern viel öfter diese Chance in Nordamerika geben. Deswegen finde ich auch den Austausch der Adler mit den Toronto Maple Leafs eine sehr gelungene Sache.

Ist die Qualität der deutschen Spieler mit den Jahren besser geworden oder werden die jungen Cracks einfach immer mutiger?

Das deutsche Eishockey hat einen großen Sprung gemacht. Ein Beispiel waren die beiden Austausch-Spieler aus Toronto, mit denen ich kurz geredet habe und die vom deutschen Spiel hier sehr begeistert waren. Das zeigt, dass sich das Eishockey in Deutschland nicht verstecken muss und besser ist als viele denken. Es werden auch immer mehr deutsche Spieler in Nordamerika gedraftet. Deswegen würde ich auch jedem deutschen Talent den Sprung über den Teich empfehlen, wenn er die Chance dazu hat.

Jochen Hecht, ebenfalls in der NHL tätig, hat hier mit Dir trainiert. Welchen Vorteil bringt das, wenn man in der gleichen Liga spielt und zusammen trainieren kann.

Die Vorteile sind eher psychologischer Natur. Zwar machen wir auch gerne Fitnessübungen auf dem Fahrrad oder auf dem Laufband zusammen, aber sonst sind unsere persönlichen Pläne, die wir von unseren Teams oder Fitnesstrainern bekommen haben, zwar ähnlich, aber doch unterschiedlich. Das sind eben Übungen die jeweils persönlich auf uns zugeschnitten sind. Ich hatte zum Beispiel eine Schulterverletzung, die durch besondere Übungen nun wieder vollständig ausheilen soll. Die braucht Jochen natürlich nicht. Dennoch macht es sehr viel Spaß mit ihm zu trainieren und die Motivation ist auch höher, als wenn man alleine seine Übungen machen muss.

Wie sieht Dein persönlicher Fahrplan jetzt noch aus? Wie lange bist Du noch hier in Mannheim und wann beginnt dann das Training in den USA?

Ich bin noch bis Ende des Monats in Mannheim und werde dann rüber nach Florida fliegen. Schließlich muss ich ja noch umziehen und mich mit meiner Familie dort eingewöhnen. Schließlich ist mein Sohn erst sechs Monate alt. Da gilt es viele Kleinigkeiten zu organisieren. Besonders auch an die Zeitumstellung muss ich mich immer wieder neu gewöhnen.

Eine letzte Frage: Worauf freust Du Dich besonders, wenn Du nach so vielen Monaten Nordamerika im Frühsommer nach Deutschland zurück kommst?

Auf das deutsche Essen! Ganz klar! Vor allem die schwäbische Küche aus meiner Heimat wie z.B. Maultaschen. Aber auch kleine Dinge wie richtige Spielgeleier, deutscher Spinat oder Quarktaschen. Das gibt es zwar auch in den USA, aber das schmeckt anders. Zudem kocht meine tschechische Oma ausgesprochen gut. Da gibt es jedes Jahr ein großes Familienessen und darauf freue ich mich immer am meisten!

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